Vincent Weber (1902-1990)

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Vincent Weber wird 1902 in Monschau geboren und bereits im Alter von zehn Jahren von Adolf Hölzel (1853-1934) entdeckt und gefördert. Auf seinen Rat hin studiert er am Staatlichen Bauhaus in Weimar (1920-1924) bei Johannes Itten, Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Anschliessend geht er für ein Jahr nach Stuttgart und studiert als Meisterschüler bei Hölzel. Weber ist Mitglied der Novembergruppe in Berlin mit eigenem Atelier und Mitglied der Rheinischen Sezession in Düsseldorf, sowie des Reichsverbandes bildender Künstler. Zwischen 1926-28 arbeitet er als freier Künstler und hat Ateliers in Berlin, Stuttgart, Paris, Düsseldorf und Antwerpen. 1929-30 ist er Hölzels Assistent in Stuttgart und arbeitet  bei der Umsetzung der Glasfensterentwürfe für das Stuttgarter Rathaus mit. 

Von 1934-41 ist Weber Leiter der Fachabteilung für Malerei und Grafik an der Werkkunstschule für gestaltende Arbeit in Stettin, 1937 erhält er in Deutschland Ausstellungsverbot. Nach dem Krieg startet er eine neue Karriere und wird bald Direktor der Werkkunstschule in Wiesbaden (1954-1965), danach freischaffender Künstler ebendort.

Durch seine Prägung und Verbundenheit zu seinem Lehrer Adolf Hölzel, bleibt Weber der Glasmalerei Zeit seines Lebens zugeneigt. Aus seiner frühen Schaffensperiode bis 1930 sind, vermutlich
kriegsbedingt, kaum Glasgemälde erhalten, die zum Stilvergleich für den Urheber des Glasfensters mit Susanna im Bade  unmittelbar zum Vergleich herangezogen werden können. 

Links
Vincent Weber im Kunst- und Kulturzentrum Monschau 2008 

Literatur
Michael Siebenbrodt, Vincent Weber, Zauberteppich, Weimar 2002