Albert Müller (1897-1926)

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Der jung verstorbene Albert Müller ist eine bedeutender Künstler des Schweizer Expressionismus. In seiner Hauptschaffensperiode zwischen 1924 und 1926 zeigte er die ganze Bandbreite seiner schöpferischen Kraft in der Malerei, Glasmalerei, Skulptur, Zeichnung und Druckgraphik. Sein glasmalerisches Werk umfasst jedoch nur wenige ausgeführte Scheiben. Eine überschäumende Begeisterung entwickelte er für die neue Bild- und Formensprache der deutschen Moderne, die ihren Durchbruch in Basel 1923 mit einer Ausstellung Ernst Ludwig Kirchners in der Kunsthalle fand. Beide Künstler verband eine tiefe Freundschaft.

1924 gründet Müller zusammen mit Hermann Scherer und Paul Camenisch die Künstlergruppe Rot-Blau, zu der später auch Werner Neuhaus hinzukommt. Zwischen 1924-26 verschiedene Aufenthalte bei Ernst Ludwig Kirchner in Frauenkirch und stirbt bereits 1926 in Obino (Schweiz).

Literatur

Beat Stutzer, Albert Müller und die Gruppe Rot-Blau, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Œuvrekataloge Schweizer Künstler 9, Basel, München 1981

Expressionismus aus den Bergen, Ernst Ludwig Kirchner, Philipp Bauknecht, Jan Wiegers und die Gruppe Rot-Blau, Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Bern, 27.4.–19.10.2007

Albert Müller im SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz