Cesar Klein (1876-1954)

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Der in Hamburg geborene Maler, Grafiker und Bühnenbildner besuchte ab 1894 die Hamburger Kunstgewerbeschule, die Düsseldorfer Akademie und die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin. Klein war 1910 Mitbegründer der Neuen Secession in Berlin. 1918 gehörte er zu den Mitbegründern der Novembergruppe, 1919 wurde er in den Vorstand des Deutschen Werkbundes gewählt. Den Ruf von Walter Gropius an die Großherzoglich Sächsische Hochschule für Bildende Kunst nach Weimar - das spätere Bauhaus - lehnt er ab und geht als Lehrer für Wand- und Deckenmalerei an die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin. 

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Klein von seiner Lehrtätigkeit beurlaubt und erhielt Malverbot. 1937 wurden seine Werke auf der NS-Ausstellung "Entartete Kunst" in München diffamiert. Nach dem Krieg lebte er zurückgezogen auf dem Land in Pansdorf bei Lübeck und starb dort 1954.

Neben der Grafik und Malerei widmete sich Cesar Klein auch der Glasmalerei und dem Mosaik. Angewandte und freie Kunst schliessen sich bei ihm zu keinem Zeitpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit aus. 1917 schuf er Mosaik und Bleiverglasung für das Torbogenhaus der Messingwerksiedlung in Eberswalde-Heegermühle (Brandenburg), 1919 Fenster für den Sitzungssaal des Rathauses in Berlin-Zehlendorf, 1927/28 Fenster mit einem Erdteilzyklus für den Bruno-Paul-Saal im Grassimuseum Leipzig und entwarf Fenster für den Lichthof des Warenhauses Wertheim.

Literatur
Ruth Irmgard Dalinghaus, Cesar Klein (1876–1954), Angewandte Kunst – Werkmonographie mit Katalog, Bd. 1–3, Phil.-Diss. Berlin, unpubliziert

Ruth Irmgard Dalinghaus, Cesar Klein, Angewandte Kunst, in: Jahrbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg, Bd. 17/18/19, 1998–2000, S. 177–198

Link
Informationen zu Cesar Klein und seinem Werk liefert auch der Freundeskreis Cesar Klein e.V.