Otto Linnemann (1876-1961)

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Otto Linnemann war Glas- und Monumentalmaler in Frankfurt und stammte aus einer bekannten Frankfurter Glasmalerdynastie. Das Handwerk erlernte er bei seinem Vater Alexander Linnemann (1839-1902). Dieser hatte 1889 sein eigenes Atelier gegründet, das die Söhne Rudolf und Otto nach seinem Tod übernahmen. Sie arbeiteten auf den Gebieten der Malerei, Glasmalerei, Architekturmalerei und Restaurierung.
Unter dem Einfluss des Jugendstils, entwickelten die Brüder einen eigenen modernen Stil. Glasfenster entstanden für viele profane und sakrale Gebäude, wie z. B. in den Domen von Frankfurt a. M., Erfurt, Naumburg und Meißen. Nach dem Tod von Rudolf 1916 führte Otto die Werkstatt allein durch zwei Weltkriege. Die Linnemanns erhielten auch zahlreiche Aufträge aus dem Ausland. 
1923 wurde Otto eine ausserordentliche Professur für architektonische Malerei an der TH Darmstadt verliehen, die er bis 1943 ausüben konnte. 
Im Rahmen einer Doktorarbeit wird ein Werkverzeichnis von Alexander, Rudolf und Otto Linnemann vorbereitet. 

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