Heinrich Campendonk (1889-1957)

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Der in Krefeld geborene Heinrich Campendonk war Schüler von Johan Thorn Prikker (1868-1932) an der dortigen Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Seit 1910 in Kontakt mit August Macke (1887-1914) und daraufhin mit den Künstlern der Neuen Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter" (Franz Marc, Wassily Kandinskiy), zieht er 1911 nach Sindelsdorf in Oberbayern. Bereits in demselben Jahr beteiligt er sich an Ausstellungen der neuen Münchner Gruppe. In unmittelbarer Nachbarschaft seiner neuen bayerischen Heimat lag die Bergarbeiterstadt Penzberg, wo er viele Szenen ins Bild umsetzte. Seit 1994 befindet sich dort auch das Stadtmuseum, dessen Sammlungsschwerpunkt auf Arbeiten von Heinrich Campendonk liegt.

Der Künstler ist weiterhin an Ausstellungen in der Berliner Galerie "Der Sturm" beteiligt, nimmt 1912 an der "Sonderbundausstellung" in Köln teil, zieht 1916 nach Seehaupt am Starnbergersee und wird 1918 Mitglied der Berliner "Novembergruppe". 1926 beruft ihn die Kunstakademie Düsseldorf zum Professor für Wandmalerei, Glasmalerei, Mosaik und Gobelinweberei  - 1934 wird er als "Entarteter Künstler" entlassen. Er geht nach Amsterdam ins Exil, lehrt dort an der Rijks-Akademie und kehrt nicht mehr nach Deutschland zurück. 

1937 entsteht das "Passionsfenster", sein Beitrag für die Pariser Weltausstellung. Das Werk wird mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Das Original befindet sich im Instituut Collectie Nederland - es existieren vier postume Ausführungen.

Links
Stadtmuseum in Penzberg 

Heinrich Campendonk im Stadtmuseum Penzberg